
Die Natur freute sich - endlich war er da, der dringend benötigte Frühlingsregen. Dazu hatte er sich ausgerechnet den Sonntag mit dem Frühlingsmarkt ausgesucht, seit dem frühen Morgen plätscherte es.
Doch offensichtlich störte es niemanden, die BesucherInnen kamen zahlreich herbei geströmt, schon vor Eröffnung des Marktes bis zum Ende.
Es gab viele Fragen zu den Nistkästen: wer bewohnt sie, wann und wie oft sollten sie geputzt, wo sollten sie am besten aufgehängt werden und vieles mehr.
Das Hornissennest zog viele Blicke auf sich, Volker und Jana mussten viel erzählen. Auch die vorgezogenen Pflänzchen waren begehrt und ruck, zuck (fast) weg.
Zum Auf- und Abbau waren fleißige Helfer da, beides musste wegen des Regens flink gehen. Es war ein gelungener Tag.

Im Rahmen unserer Monatssitzung hat Martin Rieser einen Vortrag über die Tag- und Nachfalter in unserer Region gehalten.
Er berichtete über die große Vielzahl von Arten, die er in mehreren Einsätzen im Biotop Kohlgrund am Tag aber auch mit Spezialausrüstung in der Nacht beobachten und bestimmen konnte.
Sogar einige seltene Arten haben er und Peter Kaiser entdeckt, so z.B. ein Weibchen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings auf einer Blüte des großen Wiesenknopfes. Auch ein lichtscheuer Nachfalter, das Rote Ordenband, ließ sich kurz sehen. Ein Falter, der sich durch süße Anstriche, gerne mit etwas Alkohol angereichert, an Baumrinden anlocken lässt.
Viel Hintergundwissen zu Lebensweise und Ernährung der Raupen und ausgewachsenen Tiere rundeten den interessanten, mit vielen Fotos anschaulich gestalteten Vortrag ab.

Auch beim diesjährigen Herbstmarkt konnten wir viele Besucher begrüßen, die sich über die Arbeit des NABU informierten, aber auch für das Angebot an Samen, Zwiebeln, Pflanzen und Broschüren für die Gartengestaltung interessierten.
Die von Andreas Hüfner vorgestellte Hilfe für verletzte , kranke und unterernährte Igel fand guten Zuspruch und brachte hilfreiche Informationen für das richtige Verhalten beim Auffinden solcher Tiere.
Ein paar Impressionen von Nadine Rosin und Dirk Keller...

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung ins Umweltzentrum um an diesem Abend den Vortrag von Diplombiologe Joachim Jenrich zu erleben.
Interessant ist, dass der Haurotschwanz eigentlich in felsigen Regionen der Alpen zu Hause ist und sich erst im Laufe der Zeit in flachere Regionen ausgebreitet hat. Hier nutzt er inzwischen Steinwälle in der offenen Landschaft als Brutplatz aber eben auch die "Felsen" der Siedlungen, also Spalten und Nischen in Gebäuden. Unterstützen kann man ihn hier mit Halbhöhlen, die eine gewisse Länge aufweisen müssen, da er sein Nest im hinteren Teil baut und einen gewissen Raum davor benötigt. Das schützt seine Brut vor Fressfeinden wie z.B. den Elstern. Er nimmt keine Nistkästen mit Einflugloch wie z.B. für Meisen an.
An Hand einer Vielzahl schöner Fotos beschrieb Joachim Jenrich die verschiedenen Arten des Hausrotschwanzes in Europa und Asien und machte deutlich, dass auch die heimischen Vögel durchaus unterschiedliche Färbungen des Gefieders aufweisen können.
Natürlich durften Erklärungen und Bilder der Gelege und der Aufzucht der Jungen, der Ernährung sowie des Zugverhaltens nicht fehlen und gaben den Zuhörenden ein umfassendes Bild über das Leben der Vögel.

Der Gartenrotschwanz wird oftmals vom Namen her mit dem Hausrotschwanz verwechselt. Er hat aber eine orange Brust und ist im Landkreis Fulda äußerst selten.

Anlässlich des Gartenfestes in der Kleingartenanlage Johannisau in Fulda ludt die NABU Gruppe zum Häuschenbau auf dem Vereinsgelände ein.
Zahlreiche Kinder und Erwachsene nutzten das Angebot und bauten mit dem bereitgestellten Werkzeug unter fachkundiger Anleitung unserer Aktiven aus Bausätzen ihren eigenen Nistkasten zusammen. Viele wurden anschließend noch liebevoll bemalt um später im eigenen Garten aufgehängt zu werden.
Damit die Nisthilfen gut angenommen werden gab es entsprechende Flyer mit Informationen zur richtigen Aufhängung und weitergehenden Pflage, wie z.B. der jährlichen Reinigung um die Parasiten zu entfernen.
Abgerundet wurde das Angebot durch Broschüren über Tiere und Pflanzen im Garten.

Am 09.05.1980 wurde der Kreisverband des "Deutscher Bund für Vogelschutz" (DBV) Fulda gegründet. Durch die 1990 vorgenommene Umbenennung in "Naturschutzbund Deutschland" (NABU) wurde der Wandel zu einem modernen Umwelt- und Naturschutzverband deutlich, der den Arten- und Biotopschutz in einem umfassenden Zusammenhang begreift.
Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums waren alle aktiven NABU-Mitglieder im Landkreis Fulda zu einer kleinen Feier eingeladen.
Ca. 30 Aktive aus dem gesamten Landkreis fanden sich im Biotop "Wisselser Teiche" ein. Hierunter auch diejenigen, die im Frühjahr aktiv an der Krötenrettung am aufgestellten Krötenzaun in Wissels beteiligt waren.
In herrlichem Sonnenschein konnte bei einer gemeinsamen Begehung der Fortschritt im Biotop nach der Umgestaltung der Teiche begutachtet werden. Zwei Kanadagänse fühlen sich im Biotop heimisch und es konnten, neben weiteren Entenvögeln, auch Teichhühner beobachtet werden.
Bei Kaffee und Kuchen fand dann ein reger Austausch zu Naturbeobachtungen, anstehenden Projekten oder auch vereinsorganisatorischen Fragen u.v.m. statt.

Sonntag, 03.05.2025:
Pflanzenbörse Künzell
Viele interessierte Besucher der Pflanzenbörse ließen sich von unseren Aktiven am NABU-Stand über unsere Arbeit informieren.
Es konnten Fragen zur naturnahen Gartengestaltung aber auch zu Vogelschutz, Vogelnistkästen oder Fledermauskästen beantwortet werden.
Broschüren zum Mitnehmen und Samentütchen rundeten das Angebot ab.
Das Haupttema an unserem NABU Stand war der naturnahe Garten. Hierzu kamen auch die meisten Fragen der Besucher.
Unsere Jugendgruppe hatte eine Malecke für Kinder vorbereitet, die sehr stark frequentiert war.
Kompetente Ansprechparter standen den Fragestellern Rede und Antwort auf ihren jeweiligen Spezialgebieten und bei allgemeinen Naturschutzfragen.
Wir konnten uns auch über den Besuch von Vertretern anderer NABU Gruppen und ehemaliger Aktiverer freuen.
Das Wetter war sehr einladend, so dass sich ein großer Besucherstrom im Umweltzentrum einfand.
Alle Fotos: Annelie Röhm

Die Geschichte des nachtaktiven Waschbären in Deutschland beginnt mit dem Aussetzen der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Tieren zu Jagdzwecken am Edersee und dem Entweichen aus einer Zuchtfarm in Brandenburg im 20. Jahrhundert. Die Tiere verbreiteten sich von diesen beiden Orten aus flächendeckend in Deutschland und Europa. Gezüchtet wurde der Waschbär wegen seines dichten, wärmenden Felles.
Heutzutage muss sich der Mensch mit den Waschbären arrangieren, denn trotz der großen Schäden, die die Tiere sowohl an der heimischen Tierwelt als auch an Gebäuden anrichten, ist er nicht mehr ausrottbar. Er hat in Europa keine natürlichen Feinde, lediglich eine Infektion mit Staupe und sehr kalte Winter können seinen Bestand auf natürliche Weise dezimieren.
Letztere wurden in der Vergangenheit vor allem den Jungtieren zum Verhängnis, weil sie von der Geburt im April bis Winterbeginn nicht genügend Fettreserven aufbauen konnten, um den Winter überstehen zu können, Während ein erwachsenes Tier im Herbst sein Gewicht um 40% erhöht und so auf ein Gewicht von ca. 13 Kilogramm kommt, erreicht ein Jungtier nur ca. 3,6 Kilogramm. Das Tier hält Winterruhe in seinem Bau, kann aber seine Körpertemperatur nicht absenken und besiedelt deshalb keine sehr kalten Regionen.
Der Waschbär lebt in Erdhöhlen, oft in Dachsbauten, aber auch in Baumhöhlen und hier eben auch in innerstädtischen Alleebäumen. Seine Anwesenheit erkennt man an glänzender Rinde oder solchen Stellen an Hauswänden sowie an Kratzspuren. Die Kletterfähigkeit der Tiere ist herausragend, sie können kopfüber und kopfunter an Ästen klettern und bewältigen glatte Hauswände und Regenfallrohre. Daher gibt es nur einen wirksamen Schutz in Form eines großen, fest montierten trichterförmigen Bleches mit der Öffnung nach unten am Fallrohr, das der Waschbär nicht überklettern kann.
Männchen leben außerhalb der Paarungszeit, der Ranz, im Februar/März in Clans.Die Jungtiere lernen alle Fähigkeiten von ihrer Mutter und werden bereits nach 10 Monaten geschlechtsreif.
Die Tiere sind Allesfresser und fressen täglich 200 bis 400 Gamm. Sie benötigen aber vor allem für die Anlage des Winterspecks reifes Obst und Nüsse.
Abschließend betonte Joachim Jenrich in seinem informativen, mit vielen Fotos untermauerten Vortrag, dass das Wildtier Waschbär kein Kuscheltier ist, auch wenn er sehr possierlich wirkt. Vorsicht ist auch geboten, da 90% der hessischen Tiere mit dem Waschbärspulwurm infiziert sind, der eine potentielle Gefahr für den Menschen darstellt.

Bernd Mordziol-Stelzer vom Forstamt Hofbieber, ein Modellbetrieb für Waldbiodiversität PLUS, gab in seinem Vortrag viele Informationen über den scheuen Vogel in den Wäldern der Rhön.
Leider ist die Zahl der (erfolgreichen) Brutpaare und die Anzahl der Jungvögel rückläufig. Hierfür gibt es mehrere Ursachen, vor allem die Nahrungsknappheit aber auch die Störung durch Waldbesucher.
Mittels einer Besenderung von 7 Jungvögeln aus dem Bereich Hofbieber vor ca. vier Jahren konnte ihre Zugroute nach Afrika und zurück nachverfolgt werden. Aktuell lebt bedauerlicherweise von diesen nur noch ein Männchen, das es erkennbar nicht eilig hat, nach Europa zurück zu kehren und das Brutgeschäft aufzunehmen. Festgestellt wurde dadurch und die Beringung, dass die Schwarzstörche nicht an den Ort ihrer Geburt zurückkehren, sondern in Richtung Westen abwandern.
Bernd Mordziol-Stelzer stellte die verschiedenen Maßnahmen dar, die Wälder für den scheuen Vogel attraktiver zu gestalten. Dazu gehört die Montage von Nistplattformen in dafür gut geeigneten Bäumen und Gebieten. Darüber hinaus wurden bereits über 100 Teiche angelegt, um den Nahrungsbedarf der Tiere zu decken. Diese ernähren ihr Brut schon sehr früh mit Fischen, die teilweise in diesen Teichen ausgesetzt werden. Die Teiche werden mit Wildtierkameras überwacht, um zu überprüfen, ob die Tiere sie annehmen.
Generell wird die Wiedervernässung von durch Entwässerungsgräben trocken gelegte (An)moore und Wiesen vorangetrieben. Durch weitere Maßnahmen soll die schnelle Abführung des Wassers aus dem Wald verhindert werden um so eine "Schwammfunktion" des Waldes herzustellen. Das ist auch ein Bestandteil des Hochwasserschutzes und kommt vielen Organismen zu Gute.
Es werden Vogelstimmen mit hochempflindlichen Gerätenim Waldbereich aufgenommen und mittels einer KI ausgewertet, sodass festgestellt werden kann welcher Vogel in welchem Baum saß als er zwitscherte. HIer konnte u.a. das Helmholtz-Zentrum für die Zusammenarbeit gewonnen werden.
Seinen interessanten und bei aller Ernsthaftigkeit humorvollen Vortrag illustrierte Bernd Mordziol-Stelzer mit einer Vielzahl schöner Fotos aus dem Leben des Schwarzstorchs.

Der erst 16jährige Wildtierfotograf Tristan von Keitz ist seit seinem achten Lebensjahr begeistert mit der Kamera unterwegs.
Mit alten Fotoapparaten seines Vaters beginnend hat er inzwischen eine beachtliche Ausrüstung, auch dank seiner Partner, zur Verfügung. Damit streift er alleine oder mit Freunden aus der Jugendgruppe der Gesellschaft für Naturfotografie durch die Natur.
Dabei ist ihm besonders wichtig, die Tiere nicht zu stören und sie gegebenenfalls nur aus größerer Entfernung zu beobachten und zu fotografieren. Es kann durchaus vorkommen, dass er bereits um drei Uhr morgens in den Wald aufbricht, um vor den Tieren dort zu sein und versteckt in seinem Tarnzelt oder unter einem Tarnnetz auf sie zu warten. Zum Schutz der Tiere gehört auch, dass er nicht preisgibt, wo genau er seine Fotos aufgenommen hat.
In seinem Vortrag betonte er, dass er den Aufenthalt in der Natur immer sehr genießt, auch wenn es mal nicht gelingt, gute Fotos der Tiere zu machen. Allein sie zu hören oder von weitem nur zu sehen ist bereits ein Erfolg der Exkursion.
Neben vielen schönen Fotos einheimischer Tiere zeigte er auch Bilder seiner ersten Fotoexkursion nach Wales, wo er Papageitaucher beobachten konnte.
Neben dem Wunsch, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen, experimentiert Tristan auch mit künstlerischen Fotos, die nicht durch nachträgliche Bearbeitung, sondern gezielte Kameraeinstellungen entstehen. Begeistert sprach er von besonders schönen Momenten und Szenen, die er fotografieren konnte und im Vortrag zeigte.
Ein guter Eindruck seines vielfältigen Schaffens ist hier zu finden:
Tristan von Keitz @tristanvonkeitz auf instagram, TikTok und YouTube.
Im Rahmen der Monatsversammlung des NABU Fulda und Künzell berichtete Andreas Hüfner von seinem Engagement für hilfsbedürftige Igel.
Es ging um die praktische Hilfe, angefangen vom reinen Aufpäppeln im Herbst und weiter über kranke und verletzte Tiere,
die von ihm und seiner Frau ehrenamtlich versorgt und gesund gepflegt werden. Er schilderte in welchem Zustand die Tiere seine Station erreichen und mit welchem persönlichem und finanziellem
Aufwand sowie technischem Equipement seine Frau und er die Igel versorgen, damit sie nach der Auswilderung ihr Leben wieder selbstständig führen können. Er beschrieb den Platzbedarf, den ein Igel zu Beginn der Pflege, ggf. für die Überwinterung und in den letzten Tagen seines
Aufenthaltes in der Station benötigt, bevor er nach der abschließenden Gewichtskontrolle und Prüfung seines Verhaltens in die Freiheit entlassen wird.
Für die Auswilderung werden auch geeignete Flächen oder Gärten gesucht, wo die Igel ggf. noch eine Weile betreut werden.
Igel können in ihrer zunehmend nahrungsarmen Umgebung durchaus Futter durch die Menschen benötigen. Dabei muss unbedingt beachtet werden:
Wenn Sie einen hilfsbedürftigen Igel finden nehmen Sie gerne zwecks Absprache der weiteren Vorgehensweise mit Andreas Hüfner Kontakt auf: 0163-1958256, gerne auch, wenn Sie Igel selber pflegen möchten.
Wenn Sie die ehrenamtliche Arbeit von Andreas Hüfner unterstützen wollen, dann ist Ihre Spende sehr willkommen:
Sparda-Bank Hessen eG - IBAN: DE36 5009 0500 0000 0140 21 - Verwendungszweck: Igelhilfe Petersberg
PayPal: [email protected]
Tristan von Keitz ist ein erst 16 Jahre alter Wildlife - Fotograf und Filmemacher und begeisterte die Anwesenden mit seinen Bildern und Geschichten, die dahinter stecken. Beeindruckend war sein Wissen über die Tierwelt, nicht nur über jene Tiere, die er fotografiert hat.
Auch in der Präsentation gab er kurz und knapp zu jedem Tier Informationen wie Größe, Lebensweise, Nahrung usw., sowie Zusatzinfos die manchmal zum Schmunzeln anregten.
Unterwegs ist Tristan mit seiner Canon Kameraausrüstung und diversen Objektiven. Für spezielle Aufnahmen hat er sein Tarnzelt dabei. Er berichtete über Fototouren mit anderen Fotografen, die sie mit Tarnzelten unternahmen, wobei es auch zu amüsanten Begebenheiten kam.
Videos dokumentierten die Entstehung der jeweiligen Fotos oder zeigten die Lebensweise der abgelichteten Tiere. Ein Kurzfilm mit passender musikalischen Untermalung rundete den Vortrag ab.
Mehr könnt ihr von Tristan von Keitz erfahren und sehen: Tristan von Keitz @tristanvonkeitz auf instagram, TikTok und YouTube.
Fotos: Annelie Röhm
In seinem interessanten Vortrag über das Naturschutzprojekt "Grünhaus" der NABU-Stiftung schilderte Volkhard Lorenz die Entstehung dieser Landschaft beginnend mit dem Zustand vor Beginn des Tagebaues über die bis 1989 erfolgte Verwandlung in eine "Mondlandschaft" durch den Braunkohleabbau hin zu einer langsam erblühenden Naturlandschaft.
Die von der NABU-Stiftung gekaufte und nun betreute Fläche von 2.200 Hektar unterteilt sich in ganz verschiedene Bereiche. In vielen Zonen wird die Natur sich komplett selbst überlassen. In anderen Teilen wurden Anpflanzungen vorgenommen oder es erfolgten vor Erwerb der Flächen Maßnahmen zur Fruchtbarmachung der Böden und anderes mehr.
Sehr eindrucksvoll zeigten die gezeigten Fotos die positiven Veränderungen der Vegetation und der Landschaft über die Jahre in den verschiedenen Bereichen und auf den unterschiedlich fruchtbaren Böden. Durch das Regenwasser haben sich über die Jahre viele kleine Seen gebildet, die aufgrund ihres guten ph-Wertes schnell zu wertvollen Lenbensräumen wurden. Inzwischen haben sich 3.000 verschiedene Arten, Planzen und Tiere, dort angesiedelt, die teilweise sogar auf der roten Liste Brandenburgs zu finden sind.
Neben dem hauptamtlichen Projektleiter helfen 20 ehrenamtlich Tätige z.B. auch das Monitoring verschiedenster Tierarten durchzuführen und so die Fortschritte nachzuweisen.
Weitere Information sind auf der Seite des Projektes zu finden. Mit einer monatlichen Spende kann eine Patenschaft für einen Hektar Fläche erworben und damit die Entwicklung der Naturlandschaft unterstützt werden.
An unseren NABU Stand kamen viele Besucher mit ihren Fragen:
Auch freuten wir uns sehr über die Gespräche der Besucher, die uns einfach nur mal HALLO sagten.
Die Stimmung am Stand war wieder großartig und das Wetter spielte auch mit.
Die NABU-Gruppe Fulda-Künzell präsentierte sich auf Einladung des Stadtteilbüros mit einem Stand auf dem Stadtteilfest Ziehers-Süd/Ostend. Es gab viele interessante Informationen zum Natur- und Umweltschutz und Materialien zum Mitnehmen. So hatten auch die Kleinsten Spaß an den Bildern zum Ausmalen während sich die Erwachsenen informieren und Fragen stellen konnten. Es war ein buntes Fest mit vielen Darbietungen von Kindergruppen sowie Informationen zu verschiedenen Themen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt.
Fotos: S. Johannsmeier, A. Jacobs

Die meisten Wildbienenarten stechen nicht!
Das ist doch eine Information von vielen, die man beim Vortrag der Referenten Sarah Johannsmeier und Volker Grebe am Freitag im Umweltzentrum erfahren konnte. In ihrer Präsentation: „Summende Geheimnisse“ schilderten sie die faszinierende Welt der Hummeln und anderer Wildbienen und die 37 Teilnehmer folgten sehr aufmerksam dem Wechselspiel des Vortrages. Beide Referenten wechselten sich ab und brachten somit Spannung und Abwechslung in ihren Vortrag hinein. Wir haben neben der spannenden und amüsant vorgetragenen Präsentation auch Unbekanntes erfahren. Zum Beispiel: Die Wildbienen sind Hautflügler und es gibt ca. 156 000 Arten weltweit. Zu ihnen gehören auch die Hummeln, Honigbienen, Ameisen, Hornissen und Wespen. Einige Wildbienenarten sind staatenbildende, aber adere sind Solitär, also Einzelgänger. Die Staatenbildenden sind als aggressive Arten bekannt, denn sie verteidigen ihre Völker. Die Solitärbienen werden leider von einigen Menschen immer noch mit Wespen und Honigbienen verwechselt und leider vergrault oder gar aus Unwissenheit getötet. Mehr

Vogel des Jahres 2024,
der Kiebitz
In der alten Literatur wird der Kiebitz als Wiesen- oder Grünlandbrüter der Auen, Viehweiden und
Moorwiesen bezeichnet. Das ist seit Jahren nicht mehr der Fall, denn der Kiebitz musste sich an ein neues Brutgebiet in Mitteleuropa gewöhnen. Er ist zunehmend ein Ackerbrüter geworden. Joachim
Jenrich führte 18 begeisterte Zuhörer seines Vortrages durch den Lebenszyklus eines Kiebitz-Paares mit dessen Jungtieren und schilderte die starken Veränderungen, dem sich dieser prächtige Vogel
anpassen musste. So schilderte er, dass die Gelege der Kiebitze in früheren Zeiten von Menschen abgesucht wurden, so dass die Vögel mit einem neuen Gelege beginnen mussten. Damals hatte das
Absuchen der Kiebitzeier keinen so großen Einfluss auf die Population der Kiebitze gehabt, wie das seit Jahrzehnten praktizierte Verhalten bei der Umgestaltung der offenen Landschaft, die nach
den Vorstellungen von uns Menschen verbaut und entfremdet wurde.


22.03.2024
Zu den „Lebendige Gärten“ war der Vortrag mit 38 Interessierten sehr gut besucht.
Hierzu luden die Referenten Dipl. Ing (FH) Landschaftsarchitektur Thomas & Elisabeth Müller in das Umweltzentrum Fulda ein.
Unter anderem berichteten sie über den radikalen Rückgang unserer Insektenvielfalt wie auch unseres Pflanzenreichtums um 75% in den letzten 30 Jahren. Das hat auch Auswirkungen nicht nur auf Fauna und Flora, sondern auch auf uns Menschen, denn wir sind Teil der Natur. Um diesem immer schneller voranschreitenden Prozess entgegenzuwirken, brauchen wir artenreiche Gärten mit möglichst einheimischen Pflanzen und verschiedenen Habitatszonen, die unterschiedlichen Tieren Rückzugsorte bieten. Dazu stellten sie verschiedene Möglichkeiten vor, damit es auch in unseren Garten wieder summt und brummt. Im Anschluss wurden noch zahlreiche Fragen beantwortet, auch über Nistkästen wie viele und wo man sie im Garten aufhängen sollte. Hierzu gab Annett Erb Auskünfte, Tipps und Ratschläge zu diesem vielfältigen Thema.
Der Vortragsabend war sehr interessant und ein angenehmer Hörgenuss, da beide Referenten in ihren Ausführungen sich in einer harmonisch flüssigen Form abwechselten.


Trotz voller Parkplätze aufgrund eines Fußballspiels folgten überraschend 18 Gäste der Spur der Kreuzotter ins Umweltzentrum.
19:00 Uhr: Peter Kaiser informierte in seinem allerersten Vortrag über das seit Jahrhunderten in der Öffentlichkeit
negativ wahrgenommene Reptil des Jahres 2024, das in Hessen vom Aussterben bedroht ist. Das wechselwarme Tier lebt in feuchtkühlen, halboffenen Lebensräumen, wie Waldlichtungen, -ränder und
Kahlschläge mit Zwergstrauch-Bewuchs und Altgräsern, wenn möglich auch mit liegendem Totholz oder Wurzelstubben, also eine nicht aufgeräumte Natur.
Die Schaffung solcher strukturreichen Lebensräume ist Aufgabe des Artenschutzes. Neben einigen (Nachweis)Fotos von Kreuzottern aus dem Landkreis Fulda wurden alternativ auch Kurz-Videos gezeigt, die zeigten, dass sich die Tiere bei behutsamer Vorgehensweise im Rahmen einer Kartierung oder Beobachtung nicht bei ihrem Sonnenbad stören ließen. Höhepunkt des Abends war dann das Video einer Kreuzotter-Paarung. Es zeigte anfangs ein nervöses Männchen, das das Quartier des Weibchens ständig auf Nebenbuhler kontrollierte, dann das Vorspiel bis zum Paarungsakt. Zu guter Letzt wurde das Männchen, das nun mit dem Weibchen fest verkoppelt war, durch sie wieder in die Zwergstrauch-Höhle zurückgeschleppt, wo der Paarungsakt noch bis zu Stunden fortgesetzt werden kann. Das Ergebnis des Liebesspiels zeigten dann Aufnahmen von einigen sorglosen Jungtieren, die dann 4,5 Monate später im Bereich des Paarungsortes zu finden waren. Peter war zwar enttäuscht, dass er die Geburt um 1-2 Tage verpasst hatte, trotzdem glücklich, eine solche Paarung überhaupt live miterlebt zu haben. Besorgt ist er aufgrund der vielen Eingriffe in die Natur, gerade auch in Waldbereichen, durch diverse Stromtrassen, Windräder, Bahntrassen, die gerade im Landkreis Fulda gebündelt auftreten, und fordert entsprechende Ausgleichsmaßnahmen für die betroffene Tierwelt, wie die Kreuzotter, für die die hessische Landesregierung seit 2015 eine besondere Verantwortung zur Arterhaltung trägt.
Herbstmarkt im Umweltzentrum
Sonntag, 24. September 2023
Nach der Umgestaltung des Geländes vor dem Hauptgebäude und dem Bistro im Umweltzentrum, anlässlich der Landesgartenschau, war eine neue Anordnung der Stände notwendig. Es waren viel weniger Aussteller anwesend, so dass auf der Wiese keine Stände aufgebaut wurden. Trotzdem war der Herbstmarkt in diesem Jahr stark besucht worden, es war ein richtiger Besucheransturm.
An unserem Stand kamen viele Besucher mit ihren Fragen nach Trockenresistenten Pflanzen für ihren Garten, Nisthilfen für Vögel der seit
Jahren nicht belegt war. Auch nach dem entsprechenden Futter für Tiere im Garten, die keinen Winterschlaf halten wurde gefragt. Auch ein Igel Baby
wurde gefunden und an wen kann man sich wenden? Natürlich kamen auch Besucher vorbei, um nur mal Hallo zu sagen, worüber wir uns auch immer sehr freuen. MEHR BILDER
Nichts ist mehr so, wie es mal war.
Das Gelände des Umweltzentrums wirkt so leer. Die Fläche vor dem Hauptgebäude war kahl, unwirklich und abweisend.
Der Duft von frischer Grillwurst liegt in der Luft. Er vermischt sich mit dem Kaffeeduft aus dem Bistro. Wenigstens etwas Erinnerung der vergangenen Märkte lässt sich hier ausmachen.
Unsere NABU Gruppe baute den Pavillon zügig auf, weil eine Regenfront sich heute Fulda nähern sollte. Schnell sind alle Utensilien an ihrem Platz und zur Eröffnung um 12:00 Uhr ist der NABU Stand startklar. Diesmal gab es ein etwas anderes Highlight, als sonst. Dirk Keller brachte Präparate von heimischen Singvögeln mit, die sehr beliebt bei den Gästen an unserem Stand waren.
Annett Erb und Martin Gradl sind ausgezeichnete Standbetreuer. Beide verfügen über ein großes gärtnerisches Wissen. Nicht nur das gärtnerische Wissen ist abrufbar, sondern auch über viele Natur und Umweltprobleme können beide exakte Auskünfte geben.
Gegen 17:00 Uhr trafen die NABU Freunde ein, die beim Abbau helfen, denn es fing bereits zu nieseln an. Nun wird es höchste Zeit, alles schnell ins Trockne zu bekommen.

Am 28. Februar 2020 fand im Umweltzentrum ein sehr interessanter Vortrag über die Libellen statt. Referent war Dr. Jochen Tamm. Hans Ulrich Sprenger
eröffnete die VORTRAGSREIHE 2020.
Sie stehen in der Luft, schlagen Haken, segeln und können sogar rückwärts fliegen, die Libellen.
Dr. Jochen Tamm weiß noch mehr spannendes und interessantes über die Hochleistungsflieger der heimischen Insektenwelt
zu berichten. Vor 300 Mill. Jahren gab es Libellen mit 72 cm Spannweite, heute sind es etwa 20 cm. Das lag am O² Gehalt der Luft. Alle Libellen sind Räuber. Auf dem Speiseplan der Larven stehen Larven von Artgenossen, aquatische Larven anderer
Insekten, Wasserflöhe, Kaulquappen, ja sogar Fische, ins Wasser gefallene Insekten und was sich ihnen sonst so im Wasser bietet und überwältigt werden kann. Das ausgewachsene Tier macht Jagd auf
Fluginsekten , wie Mücken, Fliegen, Schmetterlinge, und kleinere Libellen.
Je nach Art entwickelt sich die Larve innerhalb von 3 Monaten bis zu 5 Jahren zum flugfähigen Insekt (Imago). Die meisten erwachsenen Libellen leben zwischen ein bis drei Monate, es gibt aber auch wenige Ausnahmen. Die Atmung der Larve erfolgt durch den Hinterleib. Es dient nicht nur dem Gasaustausch, sie kann sogar mit dem Rückstoßprinzip sich blitzartig fortbewegen.